Costa del Sol Nachrichten

Andalusien Juni 2011

Andalusien

Andalusien bereitet sich auf den Sommer vor um sich von seiner besten Seite zu zeigen. Dies nicht nur an der Küste in Andalusien, wie beispielsweise die Costa del Sol, sondern auch das Inland in Andalusien versucht die Ergebnisse des Vorjahres zu überbieten. Ob im Inland oder an der Küste erhofft man sich vom Sommer einen erheblichen Aufschwung um die wirtschaftliche Situation in Andalusien zu verbesssern. Im letzten Jahr hat die Provinzregierung in Andalusien mehr als 15 Millionen € in mehr als 384 verschiedene Projekte  und Werbung zur Vermarktung des Inlandtorurismus in Andalusien ausgegeben. Für die Jahre 2012 und 2013 geht man davon aus, das das Budget noch grösser sein wird. Nicht nur unter Spaniern wird es immer beliebter, seinen Jahresurlaub im Inland zu verbringen, sondern es gibt mehr Nachfragen aus Deutschland, England, Frankreich oder aus Skandinavien. Die Verbindung von Natur und Küstennähe, Aktivitäten wie Wandern, Klettern, Bergsteigerei, Pferdesport, Mountainbike –Trekking oder Yoga unter anderem und das Ambiente von idilyschen andalusischen Dörfer und tradioneller spanischer Küche, werden immer beliebter unter Urlaubern. Typische spanische Sommerfeste runden das Bild ab. Sogar die Sierra Nevada, sonst nur in den Wintermonaten geöffnet bietet nun ein aktraktives Freizeitprogramm im Sommer  bei dem das Wandern im Vordergrund steht. Aus den zur Verfügung stehenden 300 km ausgebauten Wanderkilometern kann man sich bis zu 30 verschiedene Tagestouren je nach Länge oder Schwierigkeit aussuchen. Mountain Bike Touren mit den verschiedensten Schwierigkeitsgraden durch eines der besten Gebiete Europas, ist für Kenner der Szene ein absoluter Hochgenuss. Die Naturparks in Andalusien wie die “Sierra de las Nieves“ ein Naturpark geschützt durch die Unesco mit romantischen Dörfern, geprägt durch die Geschichte der Römer, Mauren oder Byzantiner mit einem Fundus an prehistorischen Werten. Das Kurbad Tolox mit seiner Heilquelle im Zentrum und dies alles nur 30 bis 40 Autominuten entfernt von der Costa del Sol. Hier wiederum bleibt alles beim Alten; Sonne,Strand und Meer.  Nach dem Ausfall und Stornierungen der Buchungen nach der Naturkatastrophe in Japan, kann man sagen, das die Krisen in Ägypten, Marrako und Tunesien dem Torurismus in Andalusien einen neuen Schub gegeben hat, der eventuell eingeplante Verluste wieder wettmacht. Bis zu 70% dieser Toruristen, die normalerweise in Nordafrika oder arabischen Ländern Urlaub verbringen wollten,  haben Umbuchungen ( rund 50 % der ehemaligen Buchungen)nach Spanien vorgenommen. Der Verlust alleine für Ägypten soll nach Schätzungen mehr als 690 Millonen € betragen.  Die restlichen 30 % der Umbuchungen gehen hierbei  auf das Konto der Türkei. Insgesamt geht man von mehr als 55 Millionen Toursiten im Jahr 2011 aus.  Hier bietet sich die Chance speziell Erstbesuchern Andalusiens ein positives Bild zu offerieren. Das Hotel- und Gaststättengewerbe drängt immer wieder darauf die Serviceleistungen zu verbessern oder Preise im gerechten Verhältnis zu gestalten. Alleine dieser Boom an Umbuchungen hat die Tourismusbranche zum Zugpferd im Arbeitsmarkt gemacht. Allein 10 000 neue Arbeitskräfte wurden in der ersten 3 Monaten des Jahres 2011 gesucht und diese Zahl steigt weiter. Sommercamps für schulpflichtige Kinder sind ein weiteres Plus im Angebot in Andalusien oder generell an der Costa del Sol mit einer überdurchschnittlichen Anhäufung von internationalen Schulen. Es bietet den Kindern eine Fremdsprache zu verbessern oder als Neueinsteiger in eine Sprache spielerisch hineinzuwachsen. Hierbei muss man wissen, das eine immer grosse Nachfrage an freien Plätzen besteht, sodass man sich um eine Reservierung rechtzeitig bemühen muss.

Noch ein paar Worte zum Immobilienmarkt in Andalusien oder der Costa del Sol. Vor einigen Wochen beendete die Statssekräterin im Wohnungsbauministerium Frau Corredor eine Rundreise durch einige Grossstädte Europas wie London, Amsterdam, Moskau, Paris, Stockholm und Frankfurt und sprach dort von den grossen Möglichkeiten die der Immobilienmarkt im Jahr 2011 und 2012 bietet. Sie sprach dort von Preisrückgängen von 40% innerhalb der letzten 3 Jahren. Das die Preise zurückgefallen sind ist unumstritten, aber wie wir schon immer betont haben, für Immobilien in guter Lage, die nicht in Massenbauweise entstanden sind, trifft dies nicht zu. Auch hier sind Preise gefallen, aber nicht im Rahmen von 40%.  Es könnte eventuell auf Immobilienbestände von Banken, die aus Zwangsenteignungen stammen, zutreffen, aber dies sind keine Immobilien die als reine Ferienwohnungen oder für Residenten die sich auf Dauer an der Costa del Sol niederlassen wollen, verkauft werden könnten.  Natürlich gibt es auch wieder wiedereinmal schwarze Schafe, die einem Kunden eine unglaublich günstige Immobilie präsentieren wollen, dies aber nur als Hacken nutzen um eine minderwertige Immobilie aufgrund der Lage oder Qualität der Bauweise einem ahnungslosem Residenten “unterjubeln“ wollen. Auch heisst es Vorsicht walten, denn eins gilt immer; es wird einem nichts geschenkt im Leben. Im Moment wird den Banken vorgeworfen, die Situation im Immobilienbereich negativ zu beeinflussen, da die Einstellung der Banken und Sparkassen in Andalusien in Bezug auf die Hypothekenvergabe unverändert ist. Praktisch werden nur Kredite oder Hypotheken vergeben an Kunden, die diese eventuell nicht einmal nötig hätten, also an Kunden mit einer guten Qualifizierung. Es gibt genügend Intressenten für Immobilien, aber die Handlungsweise der Banken ist klar als Boombremse zu bezeichnen, oder zumindest verhindert man eine Erholung des Marktes. Es ist im Moment schlecht nachvollziehbar was die Kreterien sind, nach denen Banken agieren, aber man ist schon gewillt anzunehmen, das sich die Hypothekenvergabe einfacher gestaltet, sollte es sich um eine Immobilie handeln, die aus dem Bestand der Bank stammt. Seit Beginn des Jahres haben allein in Andalusien mehr als 380 Familien Ihre Immobilie verloren ( seit Beginn der Kreise allein in der Provinz Malaga 4000 Wohnungen ) und man geht davon aus, das dies bis zum 01.01.2012 rund 1500 Familien treffen könnte. In gesamt Spanien  wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 20% mehr Enteignungen durchgeführt als im Verleichszeitraum 2010.

Das Geschäft mit Vermietungen von Ferienwohnungen ist im Moment ein weiteres heikles Thema. Erstens sind die von vielen Eigentümern als geplante Einnahmen aus Vermietungen zurückgegangen. Ein Überhang an leerstehenden Wohnungen, hat natürlich auf die Vermietungspreise auf ein tieferes Niveau gebracht. Nun kommt hinzu, das die Provinzregierung in Andalusien Zahlen veröffentlich hat, das man mehr als 100 Millionen € Steuerverluste hat, da die Einnahmen aus mehr als 49 000 Wohnungen, die dem Zweck der Ferienvermietung dienen von den Eigentümern nicht versteuert werden.  Nur an der Costa del Sol geht man von von Bettenangebot von mehr als  36 000  aus, bei dem die Vermietung “schwarz“ vorgenommen wird, das heisst ohne das ein wirklicher Vertrag zustande kommt.  Speziell die Hoteleigentümer an der Costa del Sol bitten die Regierung in Andalusien diesem Treiben ein bald mögliches Ende zu bereiten.

Ein weiteres wichtiges Thema für Residenten an der Costa del Sol oder generell Spanien ist das neue Abkommen zur Doppelbesteuerung mit Deutschland. Es betrifft Bereiche wie Rentenbesteuerung, die Vollstreckung von Schulden von Steuern, die neue Form der Zusammenarbeit zwischen Finanzbehörden und Änderungen in der Besteuerung von Einkommen durch Arbeit in Spanien. All dies trifft am 01.01.2012 in Kraft,sollte es dann durch die Parlamente in Spanien und Deutschland verabschiedet werden. Wir würden jedem Neuankömmling in spanien drigend empfehlen nach einem qualifiziertem Steuerberater Ausschau zu halten, da diese Gesetzesänderung viele Punkte einer Doppelbesteuerung betrifft.

 

Immobilien,Costa,del,Sol,Andalusien,Spanien 

 
 
 
 
 
Video Estates S.L. • Calle Palestina 5 • 29007 Malaga • Telefon: 0034659400296 •