Costa del Sol Nachrichten

2011 April

05. 04. 2011 Gemeindewahlen an der Costa del Sol in Spanien in der Kalenderwoche  20 in 2011

Die Gemeinden Mijas mit den Bezirken Mijas-Costa und Mijas Pueblo, Marbella mit den Bezirken Nueva Andalucia, San Pedro, Benahavis, und Estepona verzeichnen fuer den Urnengang am 22. Mai 2011 fuer die Neuwahlen der Gemeindevertretungen fuer die Jahre 2012,2013,2014 und 2015 einen starken Anstieg an neuen Parteien und einen Anstieg von Asulaendern, die sich seit Anfang April in die Waehlerlisten eintragen oder ueberpruefen ob Sie eingetragen sind. Obwohl generell die Zahl von Residenten an der Costa del Sol generell gefallen ist, bemuehen sich die Altparteien speziell die Stimmen gerade der Auslaender zu erhalten.

In vielen Regionen an der Costa del Sol, mit einem hohem Anteil an Auslaendern aus Skandinavien, England, Deutschland und vielen Osteuropaern haben die Altparteien sich dafuer entschieden nicht nur um die Stimmen dieser Wahler zu kaempfen, sondern auch Auslaender auf die Kanditatenliste zu setzen. Ein nicht ganz ungekannter Vorgang in Spanien, aber es ueberrascht gerade in diesem Wahlkampf wie ein starker Anstieg von Auslaendern auf den Kanditatenlisten zu verzeichnen ist.
Wie ernst man die Sache nimmt zeigt sich beispielweise daran, das man in vielen Gemeinden jetzt weniger den Extanjero als Auslaender bezeichent, sondern als Residenten mit einer internationalen Herkunft bezeichnet. Von findet man aber so einen Prototyp von Kanditaten und welche Fragen wurden damit verknuepft.
 
Was koennen Auslaender den Parteien bringen ?
Wieviel politische Erfahrung ist vorhanden ?
Welche Wurzeln sind in der Gemeinde vorhanden ?
Wuerden den auch Spanier diese Kanditaten waehlen ?
 
In Staedten wie Nerja, Torremolinos, Fuengirola, Mijas, Marbella und Estepona waere es mit Sicherheit der politische Selbstmord, wuerden die alt eingesessenen Parteien dort  keinen auslaendischen Kanditaten praesentieren wuerden. Man geht davon aus, das bei diesen Wahlen in diesen Orten an der Costa del Sol in Spanien die Stimmen von Auslaendern den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage ausmachen wird. Um Kanditaten zu finden, die von Auslaendern gewaehlt werden sollen, die von diesen akzeptiert werden und den man vertrauen kann,  wurde hier nach Personen gesucht, die ueber einen langen Zeitraum ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben. Weiterhin sollten Sie Immobilienbesitzer sein, um zu wissen welche Probleme Auslaender in diesem Bereich vielfach besitzen. Die Altparteien haben weiterhin Ausschau gehalten nach Besitzern von Geschaeften oder Inhabern  von Dienstleistungsbetrieben was beinhaltet auch Arbeitgeber zu sein, somit sind Kenntnisse im Bereich von Immobilien, Behoerdenvorgaenge und  Steuer- und Rechtsfragen vorhanden. Dies sind einige Vorraussetzungen beim Kanditatenscouting gewesen um die geeigneten Personen zu finden. Somit waere gesichert, das viele Auslaender ihre Sorgen und Noete jemandem vortragen koennen, der sich mit diesen Problem auskennt.
Weiterhin hat man bei der Vorstellung von Wahlprogrammen darauf Wert gelegt, das diese verschiedensprachig verteilt oder verbreitet werden  oder zumindest im Internet zur Verfuegung stehen. Ausserdem haben sich die alt eingesessenen Parteien praktisch ueberschlagen in privaten Vereinen oder in Selbsthilfeorganizationen Ihr Wahlprogramm vorzustellen.
 
Man geht davon aus, das diese Wahlen nur der erste Schritt auf dem Weg einer Neuordnung der Parteienverhaetnisse ist und die Wichtigkeit der Einbindung von auslaendischen Kanditaten in den naechsten Gemeindewahlen im Mai oder Juni 2015 noch zunimmt und das sich dieser Trend noch verstaerken wird.
 
08.04.2011 – Neuigkeiten von der Costa del Sol in Spanien
Nach dem offizielem Inkrafttreten des Rauchverbotes in Spanien gibt es seit Anfang Maerz neue Aufregung ueber die Gesetzgebung und die Handhabung der Wirtschaftskrise durch die Regierung des Sozialisten Zapatero mit der Einfuehrung eines Tempolimits auf 110 Stundenkilometer. Es wird heftigst diskutiert ob dies dazu fuehrt den Spritverbrauch zu senken oder ob es  das Haushaltsdefizit von Staedten und Gemeinden fuer das Jahr 2012 senken soll durch die Einnahmen von  Strafen Aufgrund von Geschwindigskeitsueberschreitungen. Weiterhin sollen laut Berechnungen rund 19 Millionen Barrel Rohoel gespart werden koennen. Man fuehrt aus, dass die Begrenzung der Geschwindigkeit einem Autofahrer eine Ersparnis pro Tankfuellung von € 6,00 einbringt. Aufgrund der Preiserhoehungen fuer Benzin an den Tankstellen der Costa del Sol zahlt man im Moment rund € 9,00 mehr fuehr eine Tankfuellung als noch zu Beginn des Jahres. Fuer Januar 2012 geht man davon aus, das die Preise fuer 95er bleifrei Sprit auf ueber € 1,50 ansteigen werden. ( Stand heute 08.04.2011 - € 1.36 pro Liter bleifrei 95 ). Verbraucherverbaende und Verbraucherschutzorganizationen in Spanien werfen der Regierung vor, das die Argumentation, das dieses Gesetz dem Wohle der Autofahrer  dient, reine Augenwischerei und Milchmaedchenrechnungen sind und das der Staat, den Autofahrern letztendlich mehr Geld aus den Taschen ziehen wird, durch die Verteilung von Bussgeldbescheiden wegen Geschwindigkeitsueberschreitungen. Der Verkauf von Neuwagen in Spanien im Februar war der schlechteste der letzten fuenf Jahre. Der Rueckgang betrug 50 % im Vergleich des gleichen Monats im Vorjahr.Ob die Verabschiedung dieses Gesetzes Einfluss auf den Neuwagenverkauf hatte oder dies die anhaltende Wirtschaftskrise in Spanien bewirkte, weiss niemand zu sagen. Alternativ zu steigenden Benzinpreisen und Tempolimit, hat die Provinzregierung Andalusiens in Zusammenarbeit mit der Bahnbetreiberin RENFE nun verkuendet, das beispielsweise die Nahverkehrszuege an der Costa del Sol zu Beginn des Sommers den Takt der Fahrten fast verdoppeln werden. Nachdem im Januar diesen Jahres, die Erweiterung auf Zweispurigkeit der Strecke Malaga – Fuengirola abgeschlossen worden ist, hofft man das dieses Serviceangebot speziell von Touristen genutzt wird und somit der Verkehr von der Strasse auf die Bahn verlagert wird und den Touristen ein kostenguenstiges alternatives Transportmittel angeboten wird. Besserer Service, behindertengerechte Zugaenge und die Modernisierung der gesamten Zugflotte sollen das Angebot noch aktraktiver gestalten. Ob die Strecke, wie einmal geplant bis 2018 Marbella erreicht ist aber zu bezweifeln. Nachdem nun so gut wie beschlossen ist, das der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecken fuer den AVE Schnellzug auf dem gesamten Gebiet Spaniens vorrangehen wird, sollte es ab Ende 2019 moeglich sein, als Reisender aus Deutschland bis Algeciras, der groessten suedlichsten Ortschaft an der Costa del Sol durchzufahren. Die Probleme der verschiedenen Gleisgroessen soll ausgerauemt werden, sodass man letztendlich Frankreich verlassend und von Barcelona beginnend an der gesamten Mittelmeerkueste bis ins Herz der Costa del Sol reisen kann. Dies wird nicht nur von der Tourismusbranche positiv begruesst, sondern auch von den Spaniern selbst, denn eine Fahrt von Barcelona bis Almeria war immer eine Tortur, da man fuer diese  Strecke immer  mehr als 10 Stunden benoetigte. Nach der Fertigstellung wird die gleiche Strecke in 240 Minuten gefahren. Wenn dies Projekt abgeschlossen ist, wird Spanien mehr Hochgeschwindigkeitskilometerstrecke besitzen als alle anderen europaeischen Laender und wird dann nur noch von China uebertroffen werden. Ob dies die Betreiber des internationalen Flughafens Malagas, der Firma AENA gefaellt, bleibt abzuwarten, da diese gerade Millardenbetraege in die Modernisierung und den Ausbau des Flughafens gesteckt haben und die Kapazitaet des Flughafens auf ueber 25 Millionen Fluggaeste ausgelegt haben. Nachdem zu dieser Jahreszeit normalerweise die Straende der Nordafrikanischen Kueste voller Toruristen sind, dies aber aufgrund der politischen Uruhe,  speziell in Aegpten und Tunesien zum Erliegen gekommen ist, wurden mehr Buchungen fuer Spanien verzeichnet, und somit konnte man am Flughafen Malaga einen Anstieg von Fluggaesten von fast 9% im Monat Januar verzeichnen. Der zweitgroesste Sprung nach Barcelona im Vergleich mit allen internationalen Flughaefens Spaniens.
Eine positive Entwicklung fuer den Tourismusbereich an der Costa del Sol. Die Meldung aber, das die Stornierung der Reservierungen fuer die  Costa del Sol aus Japan mehr als 70% betragen wird, versetzte der Branche einen gewaltigen Tiefschlag.  Dies wird einen Ausfall von 7% am Gesamtanteil der Touristen an der Costa del Sol bedeuten und sehr bedauerlich fuer  saemtliche Bereiche von tourismusabhaengigen Betrieben, da Japaner generell Touristen mit einem hohem Nettoeinkommen sind und im Durchschnitt mehr Geld fuer Dienst- und Serviceleistungen ausgeben als Touristen aus Mittel- und Nordeuropa.
 
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